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SSID ändern: WLAN-Namen ganz einfach umbennen

Jedes WLAN-Netzwerk besitzt eine individuelle Bezeichnung in Form eines Namens, der sogenannten SSID. Alle Geräte im Empfangsbereich bekommen dieses Netzwerk angezeigt und können es somit theoretisch ansprechen. Zu finden sind diese Einträge beim WLAN-Symbol von Smartphones oder den Netzwerk- und Interneteinstellungen von Desktop-Computern. Doch warum ist die eindeutige Bezeichnung über einen Namen überhaupt notwendig? Für die erste Einrichtung des eigenen Routers liefert der folgende Text alle notwendigen Informationen zur Vergabe oder Änderung der SSID.

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SSID ändern: Grundlegende Informationen

Der Begriff SSID steht für Service Set Identifier und gilt als Fachausdruck für den Netzwerknamen des WLAN mit IEEE-Norm 802.11 als Basis. Maximal 32 Zeichen dürfen Anwender dafür benutzen. Im Auslieferungszustand geben die Hersteller die Bezeichnung vor – und das kann in einigen Fällen zu Problemen führen. Häufig handelt es sich nicht um eine individuelle Namenswahl. Besonders in Bereichen mit vielen Überlagerungen einzelner Funknetzwerke erscheinen oft völlig identische Netzwerkbezeichnungen in der WLAN-Liste.

Firmen, Behörden und Wohnblocks sind ein typisches Beispiel. Selbst bei ganz normalen Einzelbauten im ländlichen Zonen sind Doppelgänger in der Netzwerksuche nicht ungewöhnlich. Neben der Verwirrung für Anwender stellt dies ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. Komfortabler und sicherer ist die eindeutige Vergabe eines eigenen Namens, um Verwechslungen vorzubeugen.

SSID: Warum ändern?

Anbieter von DSL-Paketen stehen oft in einem engen Vertragsverhältnis mit ganz bestimmten Produzenten. Sie liefern bei Buchung eines Tarifs gleich den passenden Router mit. Zunächst erscheint das praktisch für den Kunden, allerdings sorgt dies zugleich für eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit identischer Gerätekennungen in direkter Umgebung. Vor der Inbetriebnahme entsprechen die SSIDs nämlich oft exakt der Modellbezeichnung eines Routers. Neben Wohnblocks und Unternehmen sind auch schlecht versorgte Internet-Regionen aufgrund mangelnder Alternativen bei Internet-Providern nicht davon ausgenommen.

Völlig anders gehen Hersteller mit den vordefinierten Netzwerkpasswörtern um. Diese basieren auf einem einzigartigen Code, der meist an der Unterseite des Routers angebracht ist. Das Wichtigste folgt nochmals zusammengefasst:

  • Einzigartige SSIDs bei unterschiedlichen Netzwerken vermeiden Missverständnisse
  • In einigen Situationen kann die Netzwerkstabilität beeinträchtigt werden
  • Individuelle SSIDs erhöhen den Sicherheitsgrad und erleichtern die Auswahl des richtigen Netzwerks

So gelingt der Namenswechsel

Damit Sicherheitslücken und allgemeine Probleme gar nicht erst in Erscheinung treten, sollte die SSID direkt nach der ersten Aufnahme des Routerbetriebs eine neue Bezeichnung erhalten. Wichtig bleibt: Maximal 32 Zeichen sind zulässig und die SSID sollte natürlich vom Nutzer des Netzwerkes leicht zu identifizieren sein.

wlan umbennen

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Routerzugriff über den Computer

  1. Zunächst ist eine direkte Verbindung per LAN-Kabel zwischen Router und Computer empfohlen
  2. Der Zugriff auf den Router erfolgt über einen üblichen Internetbrowser wie Microsoft Edge, Firefox oder Chrome
  3. Durch die Eingabe der IP-Adresse des Routers öffnet sich das Konfigurationsmenü. Fehlen hierzu Angaben in der Anleitung, ist der Abruf der IP-Adresse über Suche → Eingabeaufforderung und dem Befehl „ipconfig“ bei Windows-Systemen möglich. In dem schwarzen Fenster der Eingabeaufforderung stehen mehrere Netzwerkangaben. Unter dem Eintrag „Drahtlos-LAN-Adapter WLAN“ befindet sich die gesuchte IP-Adresse in der Spalte des Standardgateways. Die Wege bei MAC- und Linuxsystemen weichen von dieser Beschreibung ab. Prinzipiell sind dort aber ebenfalls die gleichen Netzwerkeinstellungen einsehbar
  4. Diese Ziffer wird unverändert im Internetbrowser in die leere Adressleiste eingefügt und per Entertaste bestätigt
  5. Das nun auftauchende Menü verlangt nach dem Passwort für den Routerzugriff. Per Werkeinstellung ist dies meist nicht aktiv – oder im Zweifelsfall in der Betriebsanleitung hinterlegt

Neue SSID eintragen und verschlüsseln

Im nun geöffneten Kontrollmenü des Routers gibt es einen speziellen Eintrag für das kabellose Netzwerk. Die Menüs sind meist sehr übersichtlich strukturiert, sodass auch Anfänger sich schnell zurechtfinden. Innerhalb des Abschnittes WLAN oder Netzwerk befindet sich in aller Regel die Konfiguration für den Namen der SSID. Zur Not hilft an dieser Stelle ein Blick in die Betriebsanleitung des Herstellers. Nicht vergessen: Jedes Funknetzwerk benötigt aus Sicherheitsgründen eine Verschlüsselung der übertragenen Daten. Dieses Passwort muss beim Zugriff auf die Netzwerk-SSID am Endgerät (PC, Laptop, Smartphone) eingegeben werden.

Als Entschlüsselungsmethode gilt WPA2-PSK AEE als sicherster Standard – WEP ist hingegen veraltet und unsicher, aber oft immer noch als Eintrag vorhanden. Bei der Wahl des Passwortes gibt es einige Grundregeln zu beachten:

  • Namen, Sprichwörter und andere Wörter sind potenziell leicht zu knacken
  • Rückschlüsse auf Personen sind unbedingt zu vermeiden
  • Es ist möglichst eine große Passwortlänge von mindestens 20 Zeichen zu nutzen
  • Zusammensetzung aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und Sonderzeichen erhöhen die Sicherheit

SSID ändern statt verbergen

Viele Router verfügen über eine Option zum Ausblenden der SSID. In der Praxis wird die SSID nicht mehr bei der Netzwerksuche in den entsprechenden Ergebnissen angezeigt. Das Netzwerk ist somit augenscheinlich unauffindbar. Auf eine bereits eingerichtete Verbindung hat dieses Verfahren jedoch keinen Einfluss. Der Verbindungsaufbau funktioniert zwischen Client (Computer) und Access Point (Router) nach wie vor. Ursprünglich dient dieses Feature für ein gesteigertes Maß an Privatsphäre und Sicherheit. Allerdings existieren inzwischen längst Werkzeuge zum Aufspüren der getarnten SSIDs.

Zudem versendet Windows in solchen Fällen unverschlüsselte Anfragen an alle bekannten Netzwerke und offenbart somit den verborgenen Namen für neugierige Beobachter. Diese können anhand der Informationen ein eigenes Netzwerk mit der identischen Bezeichnung öffnen.

Die Folge: Der Anwender loggt sich unwissentlich in ein ungesichertes Netzwerkduplikat ein und lässt sich leicht ausspionieren. Ähnliches gilt auch bei der MAC-Filteradresse. Mit entsprechender Software lassen sich MAC-Adressen imitieren und dem Router ein für den Zugang klassifiziertes Endgerät vorgaukeln. Aus diesen Gründen stellen für erfahrene Hacker diese Gegenmaßnahmen keine ernsthafte Hürde dar. Zusätzlich erschwert die versteckte SSID die Anbindung neuer Geräte – etwa von Gästen oder bei der Anschaffung eines neuen Laptops. SSIDs und MAC-Filter helfen zwar vor unbeabsichtigten Verwechslungen, gegen Datendiebstahl und Manipulation gilt aber nach wie vor ein starkes Passwort als zuverlässigste Lösung.

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