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Server für Zuhause: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die meisten Menschen haben bereits von einem Server gehört und wissen ganz grob, wozu dieser dient: Auf einem Server liegen zum Beispiel Datenbanken, Webseite, gemeinsam genutzte E-Mail-Postfächer oder gemeinsam genutzte Dateien – so könnte man das gesamte System grob bezeichnen. In diesem Beitrag behandeln wir etwas genauer, welche Varianten es gibt, was mit denen alles möglich ist und wo sich die Unterschiede befinden.

Server für Zuhause

slawomir.gawryluk/shutterstock.com

Server für Zuhause: Grundlegende Informationen

Ein Server muss überhaupt nicht kompliziert und schwer sein. Bei dem Begriff denken viele Leute gleich an hoch komplizierte Technik und große Unternehmen – dieser Eindruck entspricht allerdings schon längst nicht mehr der Realität. Viele Menschen haben einen kleinen Server bei sich zu Hause stehen, sind sich dessen aber gar nicht bewusst. Einen kleinen Server bezeichnet bereits eine NAS (Netzwerkspeicher): Diese stellt Dateien im Internet und Netzwerk für mehrere Benutzer und Geräte zur Verfügung. Ein Netzwerkspeicher ist also ein Server für den Hausgebrauch.

Wofür kann ein Server benutzt werden?

Die Aufgaben von Server sind sehr vielfältig. Es besteht eine ganze Reihe an Optionen, um den Server sinnvoll zu nutzen:

  • Gemeinsame Nutzung von E-Mail-Postfächern
  • Gemeinsame Nutzung von Dateien innerhalb von Unternehmen
  • Webseiten-Hosting (Bereitstellung)
  • Verwaltung von Benutzern und Rechnern in Unternehmen
  • Gemeinsame Nutzung von Programmen und Datenbanken
  • Bereitstellung von Download-Optionen

Verschiedene Varianten im Überblick

Grob gesehen gibt es sechs verschiedene Server-Typen:

  • E-Mail-Server

Dieser stellt persönliche oder gemeinsame Postfächer beispielsweise für Unternehmen zur Verfügung. Hier kommt meist der Microsoft-Platzhirsch zum Einsatz: der sogenannte „Exchange Server“.

  • File-Server

Dieser Server stellt im Privaten Haushalt oder in Unternehmen gemeinsam genutzte Dateien bereit. Dabei besteht ein Unterschied zwischen kleinen bis mittelgroßen Geräten, die abhängig von der Anforderung auf Windows oder Linux basieren können. In größeren Unternehmen werden jedoch meistens Server auf Windows-Basis angewendet, da sich diese Besser in das Firmen-Domain integrieren lassen.

  • Domain-Controller

Dieses System gehört neben dem E-Mail-Server und dem File-Server zum Herzstück eines Unternehmens. In Firmen-Netzwerken verwaltet es Rechner, gemeinsame Ordner, die Berechtigungen sowie die Benutzerkonten der verschiedenen Benutzer. Sollte so ein Controller ausfallen und sollte es für diesen keinen Ersatz geben, so liegt das gesamte Unternehmen erst mal brach.

  • Datenbank-Server/Webserver

Diese Art von Server stellt Websites und gegebenenfalls deren Datenbanken bereit. Die Datenbanken einer Website sind häufig aus Sicherheitsgründen von der Seite getrennt und erhalten dazu einen eigenen Server. Die Vorbereitung und Bereitstellung einer Datenbank oder Homepage wird als „Hosting“ bezeichnet.

  • Terminal-Server

Dieser Server ist zunächst einmal ein gewöhnlicher Rechner, auf dem sogar mehrere Computer-Programme laufen können. Wodurch sich dieser Server von einem gewöhnlichen Rechner unterscheidet, ist die Online-Verfügbarkeit für mehrere Nutzer gleichzeitig. Somit spart man sich nicht nur den Platz und sie Kosten für zusätzliche Rechner und Softwarelizenzen, sondern gleichzeitig auch noch ein Haufen Arbeit. Ein Terminal-Server muss zudem nicht unbedingt auf dem teuren Windows-Server basieren – mit wenigen Einschränkungen leistet selbst das herkömmliche Windows 10 eine anständige Arbeit.

  • Download-Server

Ein Download-Server stellt, im Gegensatz zum einfachen File-Server, notwendige Dateien nicht nur in lokalen Netzwerken zur Verfügung, sondern bietet diese zum Herunterladen für die breite Masse. Darüber hinaus ist der Server bereits in den meisten File-Servern integriert – somit sind beinahe alle File-Server mittlerweile auch gleichzeitig Download-Server.

Kann man einen Server auch Zuhause betreiben?

Wie oben bereits erwähnt, kann ein Server viel mehr, als Menschen möglicherweise bisher glaubten. Ob man nun tatsächlich irgendeine Server-Form zu Hause nötig hat, ist die eine Sache. Fakt ist allerdings, dass jeder zu Hause einen Server hinstellen kann, welcher auf Wunsch selbst über das Smartphone und über das Internet erreichbar ist. Dies ist weder besonders teuer, noch ist dafür eine besondere Hardware erforderlich.

Kann ein leistungsstarker PC benutzt werden?

Wie im Arbeitstag so auch im privaten Bereich kann das Leben durch einen Server viel leichter gemacht werden. Das gilt selbstverständlich nicht nur für Systemadministratoren oder Unternehmen: Wer eine NAS bereits im Büro oder zu Hause stehen hat, hat die Vorteile derartiger Geräte bereits kennengelernt. Doch selbst ein normaler Rechner kann ohne Weiteres in einen komplexen Server umgewandelt werden. Auf diese Weise kann der Nutzer zum Beispiel auch unterwegs mit seinem Rechner arbeiten oder Programme über das Internet gemeinsam mit anderen Usern benutzen.

Die Einrichtung benötigt zwar ein wenig Zeit, doch ein neuer, separater Rechner muss keineswegs her. In den meisten Fällen reicht der vorhandene Rechner bereits dazu aus – allerdings ist dazu mindestens Windows 10 Pro erforderlich.

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