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Heimnetz: Vor- und Nachteile verschiedener Techniken

Für das Heimnetzwerk gibt es mehrere mögliche Techniken, anhand derer Verbindungen hergestellt werden. Zwei Techniken sind der Allgemeinheit dabei besonders geläufig: WLAN und LAN. Erstere ist die Funkverbindung, letztere die Kabelverbindung. Immer mehr Personen entscheiden sich instinktiv für die kabellose und somit scheinbar unkomplizierte WLAN-Verbindung. Dass dies nicht zwangsweise die richtige Entscheidung ist, erschließt sich aus den folgenden Absätzen.

Casezy idea/shutterstock.com

LAN: Geschwindigkeits- und Sicherheitsvorteile

Eine Verbindung über LAN (Local Area Network; auch Ethernet genannt) erfolgt über ein LAN-Kabel. Das Kabel baut durch einen Anschluss des jeweiligen Geräts an den Router die Verbindung zum Netzwerk auf. Beim Anbieter Sir-Apfelot sind solche LAN-Kabel in einer Länge von bis zu 20 Metern erhältlich und somit für die Nutzung über große Distanzen geeignet. Trotz der heutigen vielfältigen Funkstandards ist eine Verbindung über Kabel keineswegs altmodisch, sodass zumindest größere Geräte im privaten und beruflichen Bereich für gewöhnlich über einen LAN-Anschluss verfügen. Beispiele für solche Geräte sind:

  • Drucker
  • Desktop-PCs
  • Fernseher
  • Receiver

Bei Laptops ist ebenfalls ein großes Angebot an Geräten mit LAN-Anschluss vorhanden. Aber je schlanker das Modell vom Gehäuse her wird, umso häufiger wird auf die Ausstattung mit einem LAN-Anschluss verzichtet. Bei kleineren Geräten hat die LAN-Verbindung somit den Nachteil einer geringen Verfügbarkeit. Abgesehen von dem gerätespezifischen Kriterium hat die Verbindung an sich Eigenschaften, die sich klar als Vorteile und als Nachteile deklarieren lassen. Auf der Seite der Vorteile steht eine im Vergleich zur WLAN-Verbindung höhere Sicherheit. Zudem erweist sich eine Kabelverbindung als schneller und weniger störanfällig.

Der einzige ausschlaggebende Nachteil in Bezug auf die Verbindung ist das erforderliche Kabel, das Komforteinbußen in der Nutzung zur Folge hat. Müssen mehrere Geräte über LAN-Kabel verbunden werden, so kommt es zunehmend zu einem Kabelsalat. Sogar ein einziges Kabel wird in privaten Haushalten im mittlerweile „smarten“ und kabellos vernetzten Alltag als störend empfunden. Folglich hat das LAN-Kabel heute hauptsächlich in Büros oder bei professionellen Gamern einen festen Platz.

WLAN: Kabelloser Komfort zu jeder Zeit

Beim WLAN (Wireless Local Area Network) handelt es sich um eine kabellose Verbindung zum Internet, die über Funk erfolgt. Im Vergleich zu anderen Funkverbindungen – vor allem Bluetooth – hat das WLAN den entscheidenden Vorteil einer hohen Bandbreite. Obwohl eine LAN-Verbindung schneller ist, lässt sich somit nicht sagen, dass WLAN-Verbindungen langsam seien. Sie sind im Vergleich zu anderen Funk-Verbindungen überdurchschnittlich schnell.

Die Vorteile einer WLAN-Verbindung liegen allerdings nicht in der Geschwindigkeit, sondern in dem Komfort und der Flexibilität, die sich aus Installation und Nutzung ergeben:

  • Keine erforderlichen Kabelinstallationen, was in Büros meistens und zuhause manchmal Bohrarbeiten erspart.
  • Hoher Bewegungsradius mit den Geräten bei der Arbeit, weil die Funkverbindung weit reicht und bis auf mehrere Hunderte Meter erweitert werden kann.
  • Weitere Geräte lassen sich durch eine Verbindung über WLAN auf einfachem Wege zusätzlich zu den bereits vorhandenen Geräten ins Heimnetzwerk integrieren.

WLAN macht sowohl geschäftlich als auch zuhause die Netzwerke kabellos zu einem funktionierenden und komfortablen Gesamtkonstrukt. Wenn da nicht die Problematik mit der mangelnden Sicherheit wäre. Fakt ist, dass nicht ausreichend sicher konfigurierte Netzwerke eine höhere Anfälligkeit für fremde Zugriffe aufweisen. Auch, wenn das Netzwerk korrekt konfiguriert wurde – was idealerweise durch einen IT-Experten erfolgt – sind LAN-Netzwerke im Hinblick auf die Sicherheit WLAN-Netzwerken überlegen.

WLAN hat sich aufgrund des hohen Komforts und der geringeren Ansprüche an Sicherheit im Vergleich zu Büros im privaten Bereich etabliert. Nutzer tun gut daran, sich zur Sicherheit im eigenen WLAN-Netzwerk an die Sicherheitstipps zum privaten WLAN-Einsatz des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zu halten.

DLAN: Lösung für große Distanzen und mehrere Etagen

DLAN (Direct Local Network) ist die Variante, von der Gebrauch gemacht wird, wenn eine Verbindung im Netzwerk über größere Distanzen erfolgen soll. Sollte ein Haus oder ein Gebäude mehrere Stockwerke, aber nur einen Router haben, oder aber sich mehrere Hunderte Meter auf einer Etage zwischen Router und dem ans Netzwerk anzubindenden Gerät befinden, so wird für gewöhnlich die Verbindung sowohl über Funk als auch Kabel schwach bis unmöglich.

Bereits im Artikel über die Möglichkeiten zum Netzwerkkabel verlängern stellten wir die wesentliche Funktionsweise des DLAN – auch Power-LAN genannt – vor: Es wird ein Adapter in die Steckdose gesteckt, der entweder über zwei Buchsen für die benötigten LAN-Kabel verfügt oder – im Falle einer kabellosen Verbindung – das WLAN-Signal weiterleitet. Im Endeffekt ergibt sich dieselbe Sachlage wie bei der WLAN- oder LAN-Verbindung: Entscheidet sich der Nutzer für eine Kabelverbindung über DLAN, dann greifen die geschilderten Vor- und Nachteile der LAN-Verbindungen.

Bei einer Entscheidung für eine Funkverbindung über DLAN spielen die vorgetragenen Vor- und Nachteile der WLAN-Verbindungen eine Rolle. Ein spezieller Nachteil der DLAN-Netzwerke ist die Beschneidung der Geschwindigkeit durch die Übertragung über meistens alte Stromleitungen. Es handelt sich beim DLAN somit um einen Kompromiss, der lediglich empfehlenswert ist, sofern Netzwerke in einem umfangreichen Radius aufgebaut werden sollen.

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