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PC-Hardware: Das kleine Einmaleins für überhitzte CPUs

Es ist der Schrecken aller PC-User: der Rechner fängt plötzlich an zu stottern, büßt an Geschwindigkeit ein und im schlimmsten Fall fährt er sich komplett herunter, oder zeigt Ihnen den gefürchteten Bluescreen. Nicht selten liegen diese Symptome an einer überhitzten CPU. Was Sie in so einem Fall machen können, verraten wir Ihnen hier.

cpu überhitzt

golubovy/123RF.COM

CPU überhitzt: Überprüfen Sie die Temperatur

Zunächst sollten Sie aber auf Nummer Sicher gehen. Um zu checken, ob Ihre CPU wirklich überhitzt, gibt es im Netz mehrere kostenlose Programme, die Ihnen diese Information anzeigen können. Eine verbreitete Software hierfür ist CoreTemp. Wenn Sie gerne ein wenig ausführlichere Informationen als nur die Temperatur angezeigt bekommen wollen, empfehlen sich auch HWInfo oder NZXT Cam. Mit jedem dieser Programme kommen Sie aber an die gewünschten Informationen. Nun ist es Zeit, die Temperatur abzulesen. Hierbei gilt die Faustregel: bis zu 70° Celsius müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Wenn die Temperatur darüber liegt, sollten Sie handeln. Ihr CPU-Kontrollprogramm sollte Ihnen zudem unter dem Punkt „Tj.Max“ anzeigen, welche zulässige Höchsttemperatur Ihre CPU verkraftet. Liegt der Wert darüber, dann müssen Sie Sofortmaßnahmen ergreifen. Wenn Sie den Maximalwert nicht genau feststellen können, gilt die zweite Faustregel: Temperaturen über 90° Celsius sind kritisch.

Ursachen für die Überhitzung

Um eine überhitzte CPU wieder in Ordnung zu bringen, ist es auch hilfreich zu wissen, was dazu führen kann. Manchmal lassen sich die nötigen Schritte daraus schon ableiten.
Eine der häufigsten Ursachen ist ein verstaubter Lüfter. In geschlossenen Räumen lässt sich Staub kaum vermeiden. Wird dieser nicht regelmäßig entfernt, kann er sich entweder im Prozessorlüfter innerhalb das Gehäuses oder aber auch in der Gehäuselüftung festsetzen und dadurch die Leistung beeinträchtigen. Da sich CPUs natürlich erst bei hoher Auslastung erwärmen, kann es auch sein, dass die Raumtemperatur ihr Übriges dazu beiträgt.

In einer ungünstig klimatisierten Umgebung kann es dazu kommen, dass die CPU schneller an ihre Grenzen stößt. Eine weitere häufige Möglichkeit ist, dass die Wärmeleitpaste, die um den Prozessor angebracht ist und ihrem Namen entsprechend Hitze davon wegleiten soll, eingetrocknet ist, was bei einem mehreren Jahre alten Rechner oft der Fall sein kann. Es gibt aber leider auch schwerwiegendere Ursachen. Unter Umständen ist einer der Kühler in Ihrem PC schlichtweg defekt. Eine solche Störung sollte man aber durch bloßes Hinhören schon erkennen: macht der Computer nicht die typischen Lüftergeräusche oder klingen diese eigenartig, kann der Ventilator beschädigt oder ausgefallen sein.

Darüber hinaus ist der Lüfter eventuell auch einfach zu schwach. Wenn im PC ein starker Prozessor verbaut ist, aber eine Lüftung, die diesem nicht gewachsen ist, reicht der Kühleffekt nicht aus. Im Worst-Case-Szenario kann Ihre CPU selbst beschädigt sein. Dieser Fall ist aber eher selten und Sie sollten nicht direkt davon ausgehen.

Erforderliche Maßnahmen

Als erstes gilt: schalten Sie ihren Rechner aus und gönnen Sie ihm eine Pause. Das schafft kurzfristig Abhilfe und ist im Fall der zu hohen Umgebungstemperatur schon ausreichend.
Da Staub der häufigste Grund für Probleme mit der Kühlung ist, sollten Sie den PC aufschrauben, wozu handelsübliche Werkzeuge in der Regel ausreichen oder bei manchen Modellen gar nicht nötig sind.

Wichtig! Nehmen Sie den Computer vorher immer vom Strom, wenn Sie daran arbeiten!

Reinigen Sie Ihr Gehäuse gründlich von innen und entfernen Sie offensichtliche Verschmutzungen. Die Wärmeleitpaste können Technikaffine selbst austauschen. Diese bekommen Sie bei zahlreichen Händlern und Online-Shops für wenig Geld. Wenn es Ihnen zu heikel ist, selber Hand anzulegen, bieten auch viele PC-Spezialisten diesen Service an. In den Fällen, in denen ein Teil innerhalb Ihres Computers beschädigt ist oder Ihre Lüfter zu schwach sind, müssen Sie wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und entweder ein neues, funktionales bzw. leistungsstärkeres Teil kaufen und verbauen oder Sie sollten Ihren Rechner bei einem PC-Fachhändler zur Reparatur abgeben.

CPU überhitzt: Vorbeugende Maßnahmen

Um zu verhindern, dass Sie überhaupt Probleme mit zu hoher CPU-Temperatur bekommen, sollten Sie Ihren PC regelmäßigen Wartungen unterziehen. Öffnen Sie das Gehäuse alle paar Monate und führen Sie eine gründliche Innenreinigung durch. Achten Sie außerdem schon beim Kauf eines PCs darauf, dass die Leistung der Kühler im Verhältnis zur Leistung der CPU angemessen ist. Wer an der Lüftung spart, spart meist am falschen Ende. Wasserkühlungen sind natürlich die Créme de la Créme und verhindern solche Probleme in den allermeisten Fällen, sind aber recht teuer und nicht für jeden Geldbeutel geeignet.

Sonderfall Laptop

Sollten Sie einen Laptop benutzen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese Geräte mangels Platz keine besonders leistungsfähige Lüftung verbaut haben. Auch hier kann es zwar an der Ventilation oder auch an der Wärmeleitpaste liegen, aber meist ist eine zu hohe Belastung der Grund. Laptops brauchen öfter mal eine Pause als Tower-PCs. Langfristig helfen kann ansonsten der Kauf einer sogenannten Kühlmatte, die Ihrem Gerät ein wenig Extra-Luft verschaffen kann.

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