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Digitale Transformation in Unternehmen: Was steckt dahinter?

In Unternehmerkreisen ist der Begriff digitale Transformation neuerdings in aller Munde. Unser Artikel erklärt, was sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt und welches Potenzial für Unternehmenswachstum darin liegt. Außerdem stellen wir den digitalen Transformationsweg in seinen drei wesentlichen Schritten vor.

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Was bedeutet digitale Transformation und warum ist sie sinnvoll?

Um das Potenzial einer digitalen Transformation in Unternehmen zu verstehen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Bedeutung dieses Begriffs. Er wird gerne mit der Bezeichnung Digitalisierung verwechselt. Die Digitalisierung bezieht sich jedoch nur auf einen kleinen Prozess wie beispielsweise die Umstellung auf eine elektronische Rechnungsstellung und Verwaltung. Mit digitaler Transformation ist hingegen das Zusammenspiel mehrerer Änderungen in einem Unternehmen hin zu einer digitalen Geschäftsstruktur gemeint. Diese kann sich auf Prozessinnovation, Kundenbeziehungen, die Produktion, das Marketing, ein digitales Geschäftsmodell und Serviceleistungen beziehen.

Wichtige Gründe für die digitale Transformation in Unternehmen sind das Streben nach einer effizienteren Unternehmensstruktur, mehr Wettbewerbsfähigkeit, dem Erschließen neuer Geschäftsfelder und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter. Vor allem die schnelle Reaktionsfähigkeit von Unternehmen auf Änderungen am Markt wird durch digitale Technologien und Geschäftsprozesse deutlich begünstigt. Sie gilt als eine der größten Herausforderungen in einer immer globaler werdenden Wirtschaft mit vielen Mitbewerbern und ständig neuen Trends.

Digitale Transformation in der Produktion

Im Hinblick auf die digitale Transformation der Produktion in Unternehmen spielt der Begriff Industrie 4.0 eine wichtige Rolle. Damit ist eine weitgehende Digitalisierung der Wertschöpfungskette gemeint, die vor allem die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Konzernen erheblich verbessern kann. Produktionsprozesse werden schrittweise automatisiert und digitalisiert, was sie planbarer und steuerbarer macht. Das spart einerseits Produktionskosten und verbessert andererseits die Arbeitsbedingungen der Angestellten.

Damit verbunden ist häufig auch eine Steigerung der Produktionsmöglichkeiten, eine Senkung der Kosten und Wachstum des Konzerns. Die digitale Transformation in der Produktion ist in vielen Unternehmen bereits ein praxisrelevantes Thema und bietet eine große Bandbreite von Möglichkeiten.

Vertrieb und Marketing bei der digitalen Transformation

Das Unternehmensmarketing hat sich bereits in den letzten zehn Jahren weitestgehend ins Internet verlagert. Dieser Trend wird sich auch zukünftig fortsetzen und zu Veränderungen führen. Das zeigt sich beispielsweise im Vertrieb, der immer stärker auf Leadgenerierung über die eigene Homepage des Unternehmens setzt. Die so genannte Kaltakquise verliert langfristig an Bedeutung. Für das Marketing eines Unternehmens bedeuten diese Veränderungen eine Zuwendung hin zu digitalen Strategien. Kunden suchen Informationen, Dienstleister und Produkte vermehrt über das Internet und müssen genau hier abgeholt werden. Flexible Marketingstrategien mit einer optimalen Messbarkeit der Erfolge steigern die Wirksamkeit von Unternehmenswerbung.

Digitale Transformation im Management und Personalwesen

Die digitale Transformation macht auch vor dem Management eines Unternehmens nicht Halt. Zu den immer wichtiger werdenden Aufgaben der Manager gehört das Vorantreiben der digitalen Transformation in allen Geschäftsbereichen. Sie sind dafür verantwortlich, notwendige Ressourcen für den Wandel bereitzustellen und die einzelnen Digitalisierungsprozesse aufeinander abzustimmen. Für das Personalwesen in Unternehmen ist die zunehmende Digitalisierung eine Möglichkeit, das Employer Branding gezielt zu steuern und Fachkräfte anzusprechen.

Bewertungsportale für Arbeitgeber machen es den umkämpften Fachkräften inzwischen deutlich leichter, sich den besten Arbeitgeber am Markt auszusuchen. Aus diesem Grund wird das Employer Branding zunehmend wichtiger. Gleichzeitig müssen Arbeitgeber in die digitalen Fähigkeiten ihrer Angestellten investieren, denn entsprechende Kompetenzen sind bereits für viele Berufsgruppen unverzichtbar. Mitarbeiterschulungen, berufsbegleitende Weiterbildungen und In-House-Coachings sind wichtige Instrumente hierzu.

Der digitale Transformationsweg in Unternehmen

Um im Wettbewerb auch weiterhin bestehen zu können, ist eine zunehmende Digitalisierung ein entscheidendes Erfolgskriterium für Unternehmen beinahe jeder Branche. Der Weg hierhin teilt sich in drei wesentliche Schritte auf. Im ersten Schritt definiert ein Unternehmen seine Werte und Ziele. Außerdem muss die unternehmenseigene Ausgangslage analysiert und gründlich bewertet werden. Der zweite Schritt ist der Start hin zur digitalen Transformation, die durch die Einführung neuer Technologien, die Automatisierung und Digitalisierung eingeleitet wird. Dabei sollten alle Unternehmensbereiche berücksichtigt werden. Eine Priorisierung der gewünschten Änderungen kann diesen Prozess erleichtern.

Zusätzliche Hilfe finden Firmen bei externen Experten des jeweiligen Bereichs. Für diesen zweiten Schritt des digitalen Transformationswegs wird ein hohes Investitionskapital benötigt. Zudem sollte die eigene Belegschaft rechtzeitig und ausführlich über Änderungen und die damit verbundenen Chancen informiert werden. Das beugt Verunsicherung und Angst vor dem Arbeitsplatzverlust vor, fördert den Teamzusammenhalt und verbessert das Betriebsklima.

Der dritte Schritt im Rahmen der digitalen Transformation baut auf den Erfolgen des zweiten Schritts auf. Bereits eingeleitete Maßnahmen und Veränderungen werden optimiert, ausgeweitet und Erfolge analysiert. Diese dritte Phase kann sich über viele Jahre hinziehen und erfordert eine permanente Beschäftigung mit den neuen Möglichkeiten, aktuellen Trends und wegweisenden Innovationen.

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