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Business Banking wird digitaler: Online-Geschäftskonten boomen

Der klassische Besuch bei der Hausbank hat ausgedient. Immer mehr Unternehmen setzen auf den digitalen Trend, auch beim Banking. Online-Geschäftskonten bringen nicht nur Zeit-, sondern häufig auch Kostenersparnis. Effizienz und smarte Banking-Lösungen verbinden – oftmals sogar für kleinere Unternehmen kostenfrei.

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Digitale Kontolösungen auch für Unternehmen und Selbstständige auf dem Vormarsch

Die Anzahl der privaten Online-Girokonten stieg in den letzten Jahren rasant. Geschäftskonten waren zunächst verhaltener. Zu groß die Sicherheitsbedenken und Angst vor Pishing-Angriffen. Banken haben mittlerweile sicherheitstechnisch aufgerüstet. Die Folge: ein Wachstum der registrierten Online-Geschäftskonten. Die Vorzüge liegen auf der Hand, denn neben der Kontoverwaltung lassen sich sogar Kreditanträge online abschließen. Auch für Geschäftskonten ein Vorteil, wenn es um unkomplizierte und lösungsorientierte Überbrückung von Liquiditätsengpässen geht.

Gründe, warum ein digitales Geschäftskonto die bessere Lösung ist

Ein Geschäftskonto eröffnen und dafür Online-Angebote nutzen – eine gute Entscheidung. Modernes Banking ist auf Effizienz und Zeitersparnis ausgelegt. Beides Kriterien, die Unternehmen schätzen. Effizienz bei der Verwaltung der Transaktionen und Zeitersparnis durch die Integration der Banking-Zugänge in die eigene Buchhaltung beispielsweise.

Das Online-Geschäftskonto lässt sich bequem von überall aus verwalten. Ein wesentlicher Vorteil in Sachen Effizienz, Kostenersparnis und permanenten Überblick über das eigene Geschäft | pixabay.com

Kostenersparnis bei Kontoführung

Wer ein Onlinebanking-Konto eröffnet, kann mit der richtigen Bankauswahl sparen. Dabei gilt es, auf das Gesamtpaket zu achten. Eine geringe Grundgebühr kann rasch teuer werden. Überweisungen, Einzahlungen, Lastschriften – abhängig von der Unternehmensgröße kommen monatlich Hunderte Buchungen zusammen. Einige Kreditinstitute lassen sich diese einer geringen Kontogebühr teuer bezahlen. Deshalb vorab prüfen, welche Kosten wirklich im Gesamtpaket inkludiert sind. Im Vergleich zum Konto mit Ansprechpartner in der lokalen Filiale sind die Onlinebanking-Konten für Unternehmen dennoch günstiger.

Buchhaltung leichter gemacht

Das Online-Geschäftskonto lässt sich in den meisten Fällen in die eigenen Buchhaltungsprozesse integrieren. Es gibt sogar Schnittstellen, sodass sich das Konto mit der Buchhaltungssoftware verknüpfen lässt. Ideal, um Buchungen autark vorzunehmen und maximale Effizienz bei Kostenverteilung zu haben. Auf Knopfdruck die aktuellen Ein- und Ausgänge generieren oder geplante Zahlungen terminieren – all das ist mit einem Online-Geschäftskonto gar kein Problem mehr.

Kreditkarten für einzelne Mitarbeiter

Viele Geschäftskonten bieten sogar noch mehr: die Eröffnung von Unterkonten mit dazugehörigen Kreditkarten. Die Verknüpfung den beliebter werdenden E-Wallets wie PayPal ist auch mit einem Online-Geschäftskonto kein Problem. Derartige Kontolösungen sind optimal für Unternehmen, bei denen mehrere Mitarbeiter und Projekte verwaltet werden müssen. Auf Wunsch kann den Mitarbeitern eine Kreditkarte mit Kostenstelle zugeordnet werden. Langes Suchen nach Belegen oder Zuordnung der Ausgaben entfallen damit. Optimal, um in der rasanten Entwicklung der Industrie 4.0 mithalten zu können und Prozesse zu verschlanken.

Mit Online-Geschäftskonto kostengünstige Auslandstransaktionen vornehmen

Immer mehr Unternehmen haben Geschäftspartner, welche außerhalb Deutschlands oder der EU ansässig sind. Das macht sich auch im Zahlungsfluss bemerkbar. Häufig werden Ausgaben oder Einnahmen in Fremdwährung fakturiert. Mit dem passenden Online-Geschäftskonto ist auch das kein Problem. Neben Sparkassen oder Genossenschaftsbanken haben sich vor allem Direktbanken und Fintechs auf die Multi-Währung-Zahlungen spezialisiert. Die Kontoführung in verschiedenen Währungen (gegebenenfalls mit Unterkonten) ist problemlos möglich. Auch bei der Umrechnung der Fremdwährungen entstehen mit der richtigen Kontoauswahl kaum Zusatzkosten.

Online-Geschäftskonto bietet maximale Sicherheit

Die Sicherheitstipps für Onlinebanking kennt jeder: PINs niemals aus der Hand geben, keine ungeschützten Netzwerke nutzen usw. Wie sicher ist Onlinebanking heutzutage wirklich? Der Datenmissbrauch auf einem privaten Onlinekonto ist bereits verheerend. Noch viel schlimmer sind die Auswirkungen, wenn sich Hacker Zugriff auf ein Online-Geschäftskonto verschaffen. Sofortige Handlungsunfähigkeit und sogar Verlust der liquiden Mittel könnten die Folge sein.

Renommierte Onlinebanken setzen längst auf clevere Sicherheitsmaßnahmen, im Speziellen auf den Schutz der sensiblen Kundendaten. So werden die Daten in einem höchst abgesicherten Umfeld auf eigenen Servern gespeichert. Aufträge und Zahlungsdaten werden sicher über das EBICS-Protokoll übertragen, welches mit modernster Verschlüsselung maximale Sicherheit bietet.

Banking – ortsunabhängig und smart

Viele Unternehmen sind nicht nur an einem Standort aktiv. Um überall über aktuelle Zahlungen informiert zu sein, gibt es Banking Apps für Geschäftskunden. Damit lässt sich der Zahlungsverkehr effizient abwickeln. Problemlos Transaktionen überwachen, Kontoauszüge einsehen oder über die App in den Austausch mit dem Bankberater gehen – das digitale Zeitalter hat auch bei Geschäftskunden längst Einzug gehalten.

Ein Online-Geschäftskonto und mehrere Karten: optimal für die individuelle Kostenaufteilung für Mitarbeiter und Projekte | pixabay.com

Das richtige Online-Geschäftskonto finden: 4 Tipp

Geht es um die Auswahl eines optimalen Partners das Online-Geschäftskontos, sollten Unternehmer genau hinschauen. Folgende Tipps helfen, den idealen Bankpartner zu finden:

1. Gebühren (vor allem die versteckten) genau prüfen

Viele Banken werben mit einem geringen monatlichen Kontopreis. Häufig wird er nur für einen bestimmten Zeitraum für Neukunden bereitgestellt, danach wird es teurer. Vor allem die versteckten Gebühren machen Onlinebanking für Unternehmen teuer. Sind beispielsweise nur wenige monatliche Transaktionen inkludiert, wird dies bei einem Unternehmen mit hoher Kundenfrequenz rasch teuer. Deshalb vor der Entscheidung für das Online-Geschäftskonto unbedingt die etwaigen Buchungen pro Monat kalkulieren und auf Basis dieser Information das beste Geschäftskonto auswählen.

2. Auf die (kostenlosen) Zusatzleistungen achten

Nicht jedes Online-Geschäftskonto hat identische Zusatzleistungen. Häufig gibt es nur eine geringe Anzahl von EC- bzw. Kreditkarten. Wer über das Geschäftskonto mehrere Mitarbeiter mit eigenen Karten ausstatten möchte, sollte dies bei der Auswahl berücksichtigen. Gleiches gilt für die Zusatzkosten bei der Kartenverwaltung. Nicht überall werden Kartenausgabe und Abrechnung gratis angeboten.

Auch der Blick auf die Buchungskosten ist entscheidend. Früher gehörten sie bei Banken zum kostenlosen guten Ton, heute ist dies häufig anders. Bei einer besonders geringen Kontoführungsgebühr werden oft Buchungskosten erhoben. Viele Banken unterscheiden sogar noch immer zwischen beleghaft und beleglos. Wer viele Buchungen hat, sollte ein Online-Geschäftskonto wählen, bei dem diese in möglichst hoher Frequenz kostenfrei inkludiert sind.

3. Unterstützung bei Buchhaltungsarbeiten

Bietet das Online-Geschäftskonto Features, welche die Buchhaltung effizienter machen? Häufig sind Schnittstellen für das eigene Buchhaltungsprogramm integriert. Viele Banken stellen Paketpreise für buchhaltungsunterstützende Leistungen zur Verfügung. Am besten vorher prüfen, welche Features für den eigenen buchhalterischen Ablauf geeignet sind und welche Bank das günstigste Angebot unterbreitet.

4. Zinsen – auch die Strafzinsen sind mittlerweile wichtig

Wie viele Zinsen werden auf das Bankguthaben gewährt? Das auf dem Geschäftskonto befindliche Guthaben kann mit einer optimalen Verzinsung zusätzliche Einkünfte bringen. Viel interessanter sind vor allem die Negativzinsen. Mittlerweile müssen auch Inhaber eines Geschäftskontos mit Negativzinsen bei einigen Banken rechnen. Sie könnten zwischen minus 0,2 bzw. minus 0,4 % jährlich liegen. Wer auf seinem Online-Geschäftskonto beispielsweise ein Guthaben von 250.000 € hat, müsste Strafzinsen zwischen 500 € und 1.000 € jährlich dafür zahlen.

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