{"id":7450,"date":"2023-01-30T14:00:52","date_gmt":"2023-01-30T12:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/?p=7450"},"modified":"2023-01-30T14:01:04","modified_gmt":"2023-01-30T12:01:04","slug":"3d-druckverfahren-in-der-industrie-selektives-lasersintern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/technik\/3d-druckverfahren-in-der-industrie-selektives-lasersintern\/","title":{"rendered":"3D-Druckverfahren in der Industrie: Selektives Lasersintern"},"content":{"rendered":"<p>Die industrielle Anwendung nutzt unterschiedliche Verfahren des 3-D Drucks. Das selektive Lasersintern ist ein additives Verfahren. Pulverauftr\u00e4ge werden mit einem Laser aufgeschmolzen. Der Materialauftrag erfolgt schichtweise und erlaubt die Herstellung jeder denkbaren Form<!--more-->. Geeignet f\u00fcr das Verfahren sind Kunststoffe und Metalle.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen wird unter dem selektiven Lasersintern die Verarbeitung von Kunststoffpolymeren verstanden. Bei der Verarbeitung von Metallen wird eher der Begriff Laserschmelzen verwendet. In der Metallverarbeitung muss jedes Bauteil auf einer Grundplatte fixiert werden. <a href=\"https:\/\/www.fkm.net\/wissen\/konstruktionsempfehlungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mit der Grundplatte als Support<\/a> ist die Stabilit\u00e4t gew\u00e4hrleistet und die entstehende W\u00e4rme wird abgef\u00fchrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_7451\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7451\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7451\" src=\"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/shutterstock_615622823.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"416\" srcset=\"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/shutterstock_615622823.jpg 800w, https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/shutterstock_615622823-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/shutterstock_615622823-768x399.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><p id=\"caption-attachment-7451\" class=\"wp-caption-text\">Alex_Traksel\/shutterstock.com<\/p><\/div>\n<h3>Sintern mit einem Kohlendioxid \u2013 Laser<\/h3>\n<p>Der CO\u2082 &#8211; Laserstrahl ist eine elektromagnetische und energiereiche Lichtwelle. Trifft der Laserstrahl auf ein Material, so wird die Energie teilweise vom Werkstoff absorbiert. Die Photonen des Lichtes \u00fcbertragen ihre Energie an die Atome des Werkstoffs und sorgen f\u00fcr eine Erw\u00e4rmung. Die W\u00e4rmemenge reicht aus, um das pulverisierte Ausgangsmaterial selektiv zu schmelzen und zu einem festen Stoff zusammenzuf\u00fcgen. Unterschiedliche Schmelzpunkte k\u00f6nnen \u00fcber die Einwirkdauer des Laserstrahls \u00fcberbr\u00fcckt werden. Der Vorteil des Lasersintern ist, dass jede dreidimensionale Form ohne die Zugabe von Bindemittel oder zus\u00e4tzliche Montagearbeiten hergestellt werden kann.<\/p>\n<h3>Aus der CAD-Vorlage zum Endprodukt<\/h3>\n<p>Vor der Produktion wird aus der gew\u00fcnschten Form eine digitale dreidimensionale Figur erstellt. Die vorliegende CAD-Datei wird in horizontale Schichten zerlegt. Jede Schicht entspricht einem Arbeitsschritt, einem Pulverauftrag, der mit dem Laser verschmolzen wird. Der Laser scannt jede Einzelschicht hinsichtlich der Position und Schichtdicke des Pulvers und bringt das Material entsprechend auf. Vor jedem neuen Pulverauftrag sintert der Laser das Pulver und die Materialschicht verbindet sich fest mit dem bereits fertigen Teil des Gegenstands. Nach dem Auftrag wird das Bauteil neu ausgerichtet und der n\u00e4chste Pulverauftrag folgt, bis die gew\u00fcnschte Form fertig ist.<\/p>\n<h3>Das fertige Produkt<\/h3>\n<p>Die gefertigten Bauteile sind pr\u00e4zise und erf\u00fcllen h\u00f6chste Anwendungsanspr\u00fcche. Temperaturbest\u00e4ndigkeit sowie die mechanische Festigkeit sind ausgezeichnet und erlauben ein breites Anwendungsgebiet der Bauteile. Die schrittweise Fertigung erzeugt im Druckprozess ausreichend Stabilit\u00e4t, sodass keine Formen oder zus\u00e4tzliche Stabilisierungskonzepte umgesetzt werden m\u00fcssen. Das Bauteil ist gratfrei und hat keine N\u00e4hte als Schwachstellen. Die einzige Nachbearbeitung besteht in der Entfernung des \u00fcbersch\u00fcssigen Pulvers mit Druckluft.<\/p>\n<h3>Vom Prototyp-Verfahren zur industriellen Fertigung<\/h3>\n<p>Das selektive Lasersintern war zu Beginn eine Technologie, die f\u00fcr die Fertigung von Prototypen genutzt wurde. Mit der Anwendung ist das Spektrum der verarbeitbaren Materialien gestiegen. Mit dieser Vielfalt haben sich lasergesinterte dreidimensionale Bauteile zu hochwertigen Endteilen entwickelt, die f\u00fcr viele industrielle Anwendungen attraktiv sind. Parallel dazu sind die Kosten f\u00fcr einen entsprechenden Anwendungslaser gesunken, sodass das technische Verfahren auch wirtschaftlich an Attraktivit\u00e4t gewonnen hat. Ihren Einsatzbereich haben die Bauteile unter anderem in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und in der Raumfahrt. Interessant ist die pr\u00e4zise Fertigung nach wie vor im Bereich des Designs und der Entwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die industrielle Anwendung nutzt unterschiedliche Verfahren des 3-D Drucks. Das selektive Lasersintern ist ein additives Verfahren. Pulverauftr\u00e4ge werden mit einem Laser aufgeschmolzen. 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