{"id":6719,"date":"2021-10-27T13:36:23","date_gmt":"2021-10-27T11:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/?p=6719"},"modified":"2021-10-27T13:36:23","modified_gmt":"2021-10-27T11:36:23","slug":"wie-unterscheidet-sich-sd-wan-as-a-service-von-managed-sd-wan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/netzwerk\/wie-unterscheidet-sich-sd-wan-as-a-service-von-managed-sd-wan\/","title":{"rendered":"Wie unterscheidet sich SD-WAN as a Service von Managed SD-WAN?"},"content":{"rendered":"<p>Seit Ende der 2010er Jahre sind die SD-WANs immer st\u00e4rker aufgekommen. Es handelt sich um Software gesteuerte Weitverkehrsnetzwerke (Software Defined-Wide Area Networks). Mittlerweile haben die Provider ihre Angebote an den Trend angepasst<!--more-->: Zur Auswahl steht nicht mehr nur SD-WAN as a Service, sondern auch als verwaltete Variante (Managed SD-WAN). Da die Angebote sehr jung sind, f\u00e4llt vielen Unternehmen die Entscheidung schwer. Nicht selten wird dieses Problem dadurch versch\u00e4rft, dass der Unterschied zwischen beiden Offerten nicht verst\u00e4ndlich ist. Ein Blick aus der Vogelperspektive auf den gesamten Komplex der Weitverkehrsnetze kann helfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_6720\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-6720\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-6720\" src=\"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Beitragsbild_tec.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Beitragsbild_tec.jpeg 800w, https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Beitragsbild_tec-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Beitragsbild_tec-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><p id=\"caption-attachment-6720\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9peshkov #420446377 &#8211; Adobe Stock<\/p><\/div>\n<h3>SD-WAN einfach verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt<\/h3>\n<p>MPLS (Multiprotocol Label Switching) ist seit der Jahrtausendwende die Standardtechnologie f\u00fcr den Aufbau von Weitverkehrsnetzen gewesen. Es handelt sich um geschlossene, private Netzwerke, in die s\u00e4mtliche Hardware einbezogen ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Verf\u00fcgbarkeit der Netze ist hoch, da sie eigenst\u00e4ndig funktionieren. Sie sind deshalb ebenfalls sicher.<\/p>\n<p>Die Nachteile werden aber ebenfalls deutlich: Die Netze sind nicht flexibel und teuer. Die Einbeziehung neuer Standorte verlangt nach aufwendigen baulichen Ma\u00dfnahmen, um das WAN geschlossen zu halten. Wirklich praktikabel sind MPLS-L\u00f6sungen deshalb nur f\u00fcr geschlossene Anlagen wie Universit\u00e4ten oder die Gel\u00e4nde gro\u00dfer Unternehmen. Kommen weitere Niederlassungen ins Spiel, beginnen die Probleme.<\/p>\n<p>Hier setzt SD-WAN als Technologie an. Sie \u00fcbertr\u00e4gt das Konzept von Software gesteuerten Netzwerken (SDN, Software-defined Networking) auf die Weitverkehrsl\u00f6sungen. Sie trennt die Kontrollschicht vom Datenfluss. Erstere ist dabei die Software. Diese arbeitet zentral und steuert alles. Dadurch entf\u00e4llt der Zwang, dass das Netzwerk geschlossen bleiben muss. Stattdessen k\u00f6nnen mehrere kleine Teilnetzwerke an unterschiedlichen Orten bestehen, die von der Software zu einem gro\u00dfen virtuellen Netzwerk zusammengef\u00fchrt werden. Aus diesem Grund werden SD-WANs h\u00e4ufig mit <a href=\"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/internet\/vpn-verbindung-anwendung-vorteile-und-anbieterwahl\/\">virtuellen privaten Netzwerken (VPNs)<\/a> verglichen.<\/p>\n<p>Zur Verdeutlichung soll die Telefonie als Metapher dienen: MPLS-Netze sind die Festnetzanschl\u00fcsse. Sie sind zwar zuverl\u00e4ssig, aber es m\u00fcssen Kabel verlegt werden, um neue H\u00e4user anzuschlie\u00dfen. Der Mobilfunk kann sich auf T\u00fcrme bzw. Sendestationen beschr\u00e4nken. Eine Software sorgt daf\u00fcr, dass diese die Telefonate passend vermitteln. Der Ausbau ist wesentlich einfacher, g\u00fcnstiger und gelingt flexibler.<\/p>\n<h3>Das Modell Managed SD-WAN<\/h3>\n<p>SD-WAN as a Service hat allerdings einige Schwachpunkte. Erstens verlangt die Verwaltung eine gewisse Expertise, die nicht in jedem Unternehmen gegeben ist. Dieses Problem versch\u00e4rft sich, wenn mehrere Verbindungen zu einzelnen Standorten gelegt werden. Dies erh\u00f6ht zwar die Kapazit\u00e4t, macht aber das Management ungleich schwieriger. Unternehmen wissen zudem oft nicht, wie Weitverkehrsnetze optimal abgesichert werden. Fehlerdiagnosen dauern \u00fcberdies sehr lange, weil Erfahrungswerte fehlen.<\/p>\n<p>Viele Provider sind deshalb dazu \u00fcbergegangen und <a href=\"https:\/\/www.indevis.de\/managed-security-services\/indevis-sd-wan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">offerieren Managed SD-WAN<\/a>. Sie \u00fcbernehmen die vollst\u00e4ndige Verwaltung der Weitverkehrsnetze f\u00fcr ihre Kunden. Diese m\u00fcssen zwar einen erh\u00f6hten Preis f\u00fcr die zus\u00e4tzliche Dienstleistung bezahlen, sind aber daf\u00fcr von den Sorgen rund um die Funktionsf\u00e4higkeit des WANs befreit. Die Provider passen die Netze dabei nach den W\u00fcnschen der Kunden an. Alle erl\u00e4uterten Vorteile der ersten Variante bleiben erhalten.<\/p>\n<p>Dies beantwortet zugleich die eingangs gestellte Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Modellen: Bei SD-WAN as a Service liegt die Verantwortung f\u00fcr das Management des SD-WANs beim Kunden. Bei Managed SW-WANs wandert diese Aufgabe zum Provider.<\/p>\n<h3>Das Modell SD-WAN as a Service<\/h3>\n<p>Ende der 2010er Jahre war SD-WAN als Technologie so weit, dass die Provider vergleichbare Qualit\u00e4t wie bei MPLS-Netzen zu deutlich g\u00fcnstigeren Preisen versprechen konnten. Wenig \u00fcberraschend fanden diese Angebote gro\u00dfen Anklang. Es handelte sich um &#8222;as a Service&#8220;-Offerten. Die <a href=\"https:\/\/www.tec-trends.de\/tec\/Kategorie\/software\/\">mittels Software<\/a> gesteuerten Weitverkehrsnetze wurden also bereitgestellt, aber ihre Verwaltung lag in den H\u00e4nden der Kunden. Auf den ersten Blick ist dies gleich doppelt sinnvoll. Erstens haben die Kunden die volle Kontrolle, was sicherheitstechnisch von Bedeutung ist. Zweitens k\u00f6nnen sie die SD-WANs direkt an ihre Bed\u00fcrfnisse anpassen.<\/p>\n<p><strong>Diese Vorteile lie\u00dfen sich so mittels SD-WAN as a Service realisieren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die WAN-Architektur ist an die Anforderungen der Netzwerkdienste anpassbar.<\/li>\n<li>Verschiedene Kommunikationsverbindungen k\u00f6nnen frei in das Weitverkehrsnetz einbezogen werden.<\/li>\n<li>Bei Bedarf sind Hybridl\u00f6sungen mit MPLS-Netzen m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Verschiedene Hersteller-Technologien lassen sich einbinden, um das WAN ausfallsicher sicher zu machen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Managed SD-WAN vs. SD-WAN as a Service: Was ist empfehlenswerter?<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Entscheidung, wer die Verwaltung des Weitverkehrsnetzes durchf\u00fchrt, ist stets der konkrete Fall in den Blick zu nehmen. Welche Expertise ist im Betrieb vorhanden? Welche Dienste sollen \u00fcber das WAN laufen? Wie sieht die bisherige L\u00f6sung aus und welche Hardware-Infrastruktur ist vorhanden? Soll beispielsweise ein MPLS-Netz als Hybridl\u00f6sung einbezogen werden? Grunds\u00e4tzlich gilt aber: Je komplexer die Anforderungen an das SD-WAN werden, desto sinnvoller ist es, sich f\u00fcr ein verwaltetes Modell zu entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ende der 2010er Jahre sind die SD-WANs immer st\u00e4rker aufgekommen. Es handelt sich um Software gesteuerte Weitverkehrsnetzwerke (Software Defined-Wide Area Networks). 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