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Sicherheits-Trends bei iGaming-Zahlungsmethoden

Die Sicherheit ist bei digitalen Zahlungsmitteln ein Dauerthema. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Fällen von Missbrauch und Betrug, die teilweise zu großen finanziellen Schäden führten. Die Bemühungen, diesem Problem den Riegel vorzuschieben, führten unter anderem zur verpflichtenden Einführung der Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Bankgeschäften im Jahr 2019. Trotzdem gibt es in diesem Bereich noch viel zu tun.

Double P Stock Station/shutterstock.com

Ein Vorreiter in dieser Hinsicht ist schon lange die iGaming-Industrie, wo das Thema Sicherheit einen besonders hohen Stellenwert hat. Es gibt sogar eine Reihe von Zahlungsanbietern, die sich auf die besonderen Anforderungen von Online Casinos spezialisiert haben. Sie setzen Trends, die teilweise auch für andere Märkte eine Vorbildfunktion haben dürften.

Fragmentierung des Marktes

In vielen Online-Shops entfällt der Löwenanteil aller Zahlungen nach wie vor auf Kreditkarten, Paypal und Klarna. Nicht so im iGaming-Sektor. Dort ist es keine Seltenheit, ein Dutzend unterschiedlicher Zahlungsmethoden auf einer Webseite vorzufinden. Eine große Rolle spielen dabei verschiedene E-Wallets und Überweisungsdienste, während Guthaben-Karten wie Paysafecard ebenfalls eine feste Nische innehaben. Neben den unterschiedlichen Zahlungsweisen differenzieren sich diese Anbieter vor allem über ihre jeweiligen Sicherheitsfeatures bei größtmöglichem Komfort. Es ist bislang nicht absehbar, dass sich einzelne Anbieter in diesem Wettkampf durchsetzen werden. Der Markt bleibt also vorerst fragmentiert.

Zahlungsmittel als Identitätsnachweis

Die Verifizierung der Identität von Neukunden ist für iGaming-Plattformen ein wunder Punkt. Der langwierige Prozess erhöht die Hemmschwelle für die Anmeldung bei Online Casinos erheblich. Es ist daher zu erwarten, dass das Beispiel des Zahlungsanbieters Trustly Schule macht: Dessen Dienst Pay N Play kann die Identität des Spielers in Sekundenschnelle bestätigen und macht so die Eröffnung eines Kontos überflüssig.

Deutsche Casinos dürfen diese Methode zwar bislang noch nicht anbieten, da die Glücksspielbehörde der Länder noch keine Erlaubnis erteilt hat. Bei vielen Online Casinos ohne Lizenz in Deutschland ist das Zahlungssystem aber schon jetzt Standard. Auf Dauer werden andere Zahlungsanbieter ähnliche Lösungen finden müssen, um nicht abgehängt zu werden.

Größere Rolle für künstliche Intelligenz

Komplizierte Passwörter, regelmäßige Zwei-Faktor-Authentifizierung und ähnliche Maßnahmen können die Sicherheit im digitalen zwar deutlich erhöhen, allerdings haben sie auch einen Nachteil: Sie verringern häufig den Komfort und sind daher von Nutzern nicht gerne gesehen. Viele Nutzer entscheiden sich im Zweifelsfall für den Dienst, der weniger aktive Mitarbeit von ihnen verlangt, selbst wenn die Sicherheit darunter leiden sollte. Aus diesem Grund setzen Zahlungsanbieter in der iGaming-Branche immer stärker auf künstliche Intelligenz, um das Risiko von Transaktionen einzuschätzen. Auf diese Weise können sie ungewöhnliche Verhaltensmuster des Nutzers erkennen und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu- oder abschalten.

Hallo Blockchain

Auch die Blockchain spielt eine immer größere Rolle bei Zahlungen im iGaming-Sektor. Zwar gibt es nach wie vor nur wenige Plattformen, die Kryptowährungen direkt annehmen. Allerdings ist es in immer mehr Online Casinos möglich, über den Umweg eines E-Wallets mit Kryptowährungen zu bezahlen. Dienste die Kryptowährungen annehmen sind unter anderem Neteller und Skrill. Und auch wer Guthaben-Karten mit Paypal bezahlt, kann dafür theoretisch Kryptowährungen verwenden. Da die Blockchain-Technologie vor vielen Problemen schützt, die bei herkömmlichen Zahlungsmethoden auftreten, dürfte sie in Zukunft auch im iGaming-Sektor immer wichtiger werden

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