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Relaunch einer Website: So klappt es mit dem neuen Online-Auftritt

Mit Websites verhält es sich wie mit Wohnungen: Eine ganze Weile lang mag es mit Pflege, Ordnung und Sauberkeit wohnlich sein, nach einer gewissen Zeit wird aber definitiv ein Tapetenwechsel nötig. Zum Glück ist das bei Websites deutlich einfacher als bei Wohnungen. Dennoch möchte der Relaunch einer Website wohl überlegt sein. Besonders Unternehmer und Selbstständige sollten sich gut überlegen, wie sie ihren neuen Auftritt gestalten wollen.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Relaunch?

Anlass für einen Relaunch können ganz praktische Gründe sein: Die Website ist langsam, dysfunktional oder sieht nicht mehr zeitgemäß aus. Auch sinkende Besucherzahlen können ein Indikator dafür sein, dass das Webdesign nicht ansprechend ist und viele Besucher die Seite schnell wieder lassen. In der Tat reagieren auch Suchmaschinen auf das Layout: Ist eine Seite schlecht designt, wird sie weniger wahrscheinlich in den höheren Suchergebnissen gelistet. Manchmal ist es aber auch bei einer gut funktionierenden und gut aussehenden Seite einfach Zeit, dass etwas Neues passiert – eben wie bei einer Wohnung.

Sofern man nicht selbst ein technischer Vollprofi bei der Erstellung von Webseiten ist, kann man ganz bequem einen Homepage-Baukasten wie den von Wix.com nutzen. Hier können selbst Laien schnell und einfach eine Website erstellen, welche dennoch professionell aussieht und eine gute Usability bietet. Denn: Webdesign ist über die vergangenen Jahre hinweg immer komplizierter geworden. Gute Seiten müssen heute vielen Ansprüchen genügen, unter anderem sollen sie auf mobilen Endgeräten lesbar sein und auch für Menschen mit Einschränkungen bedienbar bleiben.

Was soll meine Homepage ausstrahlen?

Besonders wichtig für Unternehmer und Selbstständige ist ein ausgefeiltes Konzept beim Erstellen einer Webseite. Sie sollten daher nicht blind drauflos bauen, sondern sich vorher gut überlegen, welche Funktion die Website erfüllen und welches Image sie ausstrahlen soll. Auch ein Webdesign-Unternehmen wird diese Fragen zuerst stellen, bevor es sich an die Arbeit macht. Die Website sollte sich demnach voll und ganz an dem angebotenen Produkt oder der angebotenen Dienstleistung orientieren, und kein oder nur ein geringes „Eigenleben“ entwickeln. So bindet man Kunden langfristig an das eigene Angebot.

Sie sollen bestenfalls schon am Design, den ausgewählten Farben und der Sprache erkennen, wo sie gelandet sind. Die Farbgebung, die Ansprache und weitere Details des Webdesigns sollten daher auch mit dem Produkt korrespondieren. Natürlich erlaubt eine Website hier ein wenig mehr Spielraum als beispielsweise eine Verpackung. Hier hat man mehr Platz, kann vielerlei ausprobieren und auch einmal Alternativen implementieren.

Eine interaktive Website eignet sich zudem zum Kennenlernen der Kunden. Aber Achtung: Der Einbau von Kommunikationskanälen kann auch einen hohen zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeuten. Wer beispielsweise eine Kommentarfunktion unter seinen Inhalten verwendet, muss darauf achten, dass es dort auch mit rechten Dingen zugeht. Spam-Bots missbrauchen beispielsweise regelmäßig Kommentarfunktionen, um fremde Werbung unterzubringen. Gerade bei einer großen Website mit vielen Inhalten kann das ständige Überwachen der Kanäle zum Vollzeitjob werden.

Wer es wirklich ernst meint und nicht auf Interaktion verzichten möchte, sollte daher die Website nicht nur anfertigen lassen, sondern am besten auch ein Team beauftragen, das alle Prozesse, die sich auf dem Online-Auftritt abspielen, regelmäßig überwacht. Der Vorteil: Bei Problemen hat man so auch gleich einen kompetenten Ansprechpartner. Zudem erhöht die Möglichkeit zur Interaktion erheblich die Attraktivität der gesamten Website. User sind es heutzutage gewohnt, an vielen Stellen ihre Meinung kundzutun oder Fragen zu stellen. So kann man auch viel über seine (potentiellen) Kunden lernen und die Ergebnisse nutzen.

Was zeichnet gutes Webdesign aus?

Beim Blick auf die Homepage sollte der User sofort wissen, wo er sich befindet und was hier angeboten wird. Man muss sich in die Position des Users versetzen: Die wenigsten Leute durchforsten das Internet aus Langeweile und bleiben irgendwo ‚hängen‘. Die allermeisten Menschen sind auf der Suche nach konkreten Inhalten, einer Antwort auf eine Frage oder direkt einem Produkt oder eben einer Dienstleistung. Dieses sollte man ihnen auch direkt auf der Startseite unübersehbar liefern, sonst verlassen sie bereits nach wenigen Sekunden frustriert die Seite und gehen schlimmstenfalls weiter zur Konkurrenz. Darüber hinaus muss eine Website eine hohe Usability aufweisen.

Was man sich darunter vorstellen kann, variiert von Nutzer zu Nutzer. Im Allgemeinen ist es jedoch hilfreich, wenn man sich an allen Stellen einer Website schnell von Inhalt zu Inhalt navigieren kann und nie ‚verloren‘ ist. Die Navigation sollte darüber hinaus übersichtlich und sinnvoll aufgebaut sein: Was suchen die User zuerst? Welche Informationen suchen sie mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit?

Nicht zuletzt sollte das Webdesign auch formalen und rechtlichen Standards genügen. Ein Impressum ist etwa in Deutschland Pflicht – und auch der Datenschutzhinweis muss nach neuester EU-Gesetzgebung von jeder einzelnen Unterseite aus gut sichtbar und erreichbar sein. Auch hier kann es sich auszahlen, mit Profis zusammenzuarbeiten, die jene Details der Gesetzgebung gut kennen. Erst wenn alle diese funktionalen Standards eingehalten wurden, kann man sich um die Details des Designs kümmern: Dass die Website schick aussieht, sollte eher nachrangig, aber nicht völlig nebensächlich sein. Design ist ohnehin Geschmackssache und wird nie alle User gleichzeitig zufriedenstellen können.

Daher ist es auch keine gute Idee, ein „One size fits all“-Design wählen zu wollen – denn das gibt es schlicht nicht. Besser ist es, sich auf eine Linie zu einigen und konsequent bei dieser zu bleiben. Selbst User, die das Design dann geschmacklich nicht mögen, werden den Wiedererkennungswert zu schätzen wissen.

Und, ganz wichtig: Eine gute User-Experience kann unter Umständen ein nicht so gutes Design ausgleichen. Denn die User werden mit der Homepage auf Dauer eine positive Emotion verbinden – etwa wenn sie ihnen zuverlässig zur Lösung ihrer Probleme oder zu Antworten auf ihre Fragen verhilft. So kann ein Geschmack auch gern einmal ‚umgepolt‘ werden: Was man vorher nicht so ansprechend fand, gefällt einem immer besser, denn man verbindet mit bestimmten Farben, einer bestimmten Schriftart oder einem bestimmten Namen auf einmal eine positive Emotion.

Auch das ist ein Grund, den Design-Grundsatz „form follows function“ dringend auch beim Webdesign einzuhalten. Wer diese Prinzipien verfolgt, wird seine User nachhaltig an die Website und damit schließlich auch an das eigene Angebot binden können.

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