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Netzwerkverkabelung im Neubau – was muss man beachten?

Netzwerk für Neubau planen und umsetzen. Welche Komponenten werden benötigt, welche Dinge muss man bei der Heimverkabelung beachten? Tipps und Tricks für das Netzwerk im eigenen Haus.

Stein auf Stein

Wer plant ein Haus zu bauen hat einiges um die Ohren. Viele Dinge müssen beim Neubau beachtet werden, darunter auch die richtige Planung für das heimische Netzwerk. Fehler bei der Planung oder gar eine komplette Vernachlässigung können sich später rächen. Damit das Netzwerk in den eigenen vier Wänden funktioniert, gibt es hier einige Tipps und Tricks.

Wie viele Netzwerkdosen sollte man einplanen?

Bei der Planung für ein neues Haus trifft man Entscheidungen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Der Trend geht immer mehr in Richtung von Geräten, die über das Netzwerk mit dem Internet verbunden sind. So werden in Zukunft nicht nur der Fernseher, das NAS und der Computer im eigenen Netzwerk hängen, sondern zum Beispiel auch die Waschmaschine, der Kühlschrank und die Kaffeemaschine. Immer mehr Dinge werden wir aus der Ferne über unser Smartphone steuern und diese brauchen entsprechend auch einen Netzwerkanschluss.

Grundsätzlich würde ich für jeden Raum im neuen Haus Netzwerkdosen einplanen, standardmäßig empfehle ich eine Doppeldose pro Raum. In bestimmten Räume sollte man natürlich mehrere Dosen einplanen, um später ausreichend Geräte ins Netzwerk anschließen zu können. Zu diesen Räumen würde ich das Wohnzimmer, dass Schlafzimmer und, mit Blick auf die Zukunft, die Küche zählen. Hier sollte man auf jeden Fall mehrere Dosen einplanen. Halten Sie sich lieber an das Motto „lieber zu viel, als zu wenig“.

Nach Möglichkeit Leerrohre verwenden

Wenn Sie die Möglichkeit haben, planen Sie die Verwendung von Leerrohren ein. Dank dieser können später Kabel leicht ausgetauscht, erweitert oder erneuert werden. Leerrohre sind ein Segen für den nachträglichen Umbau.

Den richtigen Raum für den Netzwerkschrank wählen

Im Netzwerkschrank laufen am Ende alle Kabel zusammen und werden auf ein Patchpanel aufgelegt. Als guten Standort kann man hier den Hauswirtschaftsraum empfehlen. Serverschränke gibt es in verschiedenen Größen, für das klassische Einfamilienhaus ist ein 10 Zoll Serverschrank ausreichend.

Beispiel für Netzwerkschrank | Patchpanel und Einlageböden für Switch

Beispiel für Netzwerkschrank | Patchpanel und Einlageböden für Switch

Haustechnik planen mit Building Information Modeling (BIM)

Wer die Planung der eigenen vier Wände in die Hände eines Architekten legt, stolpert eventuell über das sogenannte „Building Information Modeling (BIM)“. BIM beschreibt die optimale Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software. Dabei werden vom Architekten alle benötigten Gebäudedaten digital erfasst und verarbeitet. Dank der digitalen Verarbeitung können die Daten zwischen Planungsbeteiligten besser ausgetauscht werden und Änderungen oder Ergänzungen können schnell und einfach umgesetzt und zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Wikipedia

Fazit

Für die richtige Planung des Netzwerkes im eigenen Haus sollte man genügend Zeit und Planung stecken. Das Netzwerk ist ein zentraler Bestandteil und sollte nicht vernachlässigt werden. Wer sich bei der Planung unsicher ist, sollte sich Hilfe von Experten holen. Mit dem Building Information Modeling können diese eine exakte und übersichtliche Planung erstellen und für alle ausführenden Firmen zur Verfügung stellen.

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel. Eine besonders gute Investition sind Leerrohre zu installieren. Diese bieten nachträglich immer noch die Möglichkeit Änderungen an der Netzwerkverkabelung vorzunehmen.

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